Monatsarchive: August 2009

Herbstlich Willkommen!

Heidespaß

Im Spätsommer zeigt sich die Heide von ihrer schönsten Seite. Mit einer geschickten Kombination unterschiedlich blühender Arten kann man das ganze Jahr für Farbenpracht im Garten sorgen.

Ein Heidegarten sieht immer gepflegt aus, wirkt dabei natürlich und blüht bei richtiger Planung fast das ganze Jahr durch. Dieser Klassiker der Gartengestaltung passt in große, sonnige Gärten, lässt sich aber auch auf kleiner Fläche im Reihenhausgarten oder einfach nur auf einem mittelgroßen Beet integrieren.

Erica und Calluna

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Besenheide - Sorte Garden Girls

Heidepflanzen gibt es in einer Vielzahl verschiedenster Sorten und Arten, die mit grünem oder auch buntem Laub und Blüten in verschiedenen Violett-,  Rot- und Rosatönen bis hin zu Weiß aufwarten. Die meisten von ihnen blühen im späten Sommer. So zum Beispiel die fäschlicherweise als “Erika” in deutschen Schlagern bereits viel besungene Besenheide, botanisch “Calluna vulgaris”. Sie sehen im blühenden Zustand herrlich aus, doch leider währt die Blühzeit nicht allzu lange. Deshalb gibt es neuerdings immer mehr Sorten, deren Knospen sich nicht oder erst ganz spät öffnen (zum Beispiel Knospenblüher wie die “Garden Girls”). Ihre Blüte dauert wochenlang, in milden Wintern bis zum beginnenden Frühling  – das ist ideal für die Verwendung im Garten, in Gefässen und in Töpfen.

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Herbstliche Deko mit Heide

Die “echte” Erika dagegen ist die prächtige herbstblühende Topfheide (Erica gracilis), eine südafrikanische Art, die im Herbst häufig in Töpfen angeboten wird. Wegen ihrer großen, farbenprächtigen Blüten eignet sie sich hervorragend zum Bepflanzen bunter Herbstschalen oder Balkonkästen.

Seltenere Arten

Die Irische Glockenheide (Daboecia) erfreut mit großen, glockenförmigen Blüten von Juni bis Oktober. Sie produziert viel Nektar und wird fleissig von Bienen und Hummeln besucht. Cornwall-Heide (Erica vagans) hat einen gedrungenen Wuchs und blüht von Juli bis September, ebenso wie die Grauheide (Erica cinerea). Im Winter dagegen erscheinen die Blüten der Schnee- oder Winterheide (Erica carnea). Sie kommt aus den Alpen, ist gut kalkverträglich und aus diesem Grunde für den Heidegarten sehr empfehlenswert.

Tipp: Radieschen im Herbst

Der beste Schutz gegen die zahlreichen Gemüsefliegen und anschließenden Madenbefall ist das Abdecken der Beete mit Kulturschutznetz. Doch nicht jeder kann sich für Kunststoffe im Garten begeistern. Die Spätsaat von Radieschen löst das Problem auf natürliche Weise, denn jetzt sind die Schädlinge kaum mehr unterwegs.

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Foto - Stein Radieschen im Herbst sind auf natürliche Weise madenfrai.

Verwenden Sie nur schnellwüchsige Sorten wie ‘Lucia’, ‘Saxa 2′, ‘Topsi´ oder ‘Rudi’ (alle rund und rot), die länglichen weißen “Minirettiche” aus den Sorten ‘Eiszapfen’ und die hübschen rotweißen ‘Flamboyant’ und ‘French Breakfast’.

Weil das Licht schon stark nachlässt, sät man besser auf weiten Abstand von 25 cm zwischen den Reihen und vereinzelt auf 6-8 cm. Letzter Sätermin im Freiland ist Ende September, bis Anfang Oktober kann man im Gewächshaus säen.

Praktische Helfer für den Garten

Gartenarbeit lenkt ab vom Alltagstress, entspannt und sorgt für einen gesunden Gemütsausgleich. Richtig Freude kommt auf, wenn man auf praktische Helfer zurückgreifen kann.

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Foto - Esschert Design Formschöne Gießkanne

Bei Gartengeräten denkt man zunächst nur an Hacke, Spaten, Grubber und Rechen. Doch es gibt eine Vielzahl mehr an neuartigen und praktischen Helfern, die man bei der Gartenarbeit gut gebrauchen kann. Scharfe Scheren, vielseitige Wasser-Brausen, faltbare Eimer und kleine Pflanzutensilien für den Balkon zum Beispiel. Dabei sind die kleinen und großen Geräte nicht nur nützlich, sondern auch sehr dekorativ. Zubehör darf originell, ungewöhnlich und extravagant sein. Wer Spaß am Garten hat, schult seinen Blick für Formen, die sich in Jahrhunderten bewährten, für solide Qualität und gutes Material. Handwerkzeuge mögen nützliche Zwecke verfolgen, doch originell arrangiert, entpuppen sie sich als schmückende Hingucker, die den Garten aufwerten.

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Foto - Artedona Rosenschere

Besonders hilfreich sind Gerätschaften, die uns die Gartenarbeit viel bequemer machen oder uns Schutz gewähren. Handschuhe, Ärmelschützer und Knieschoner schützen nicht nur die Kleidung vor allzu starkem Schmutz, sie bewahren uns vor allen Dingen vor schmerzhaften Verletzungen. Was man am Körper trägt, muss man nicht lange suchen. Gürtel, Schürzen, Taschen können deshalb zum Transport von kleinem Zubehör besonders wertvoll und praktisch sein.

Gehen Sie mal auf Schnäppchenjagd nach dekorativen Gartenhelfern. Unsere Gartencenter bieten eine Fülle von Anregungen.

Tischlein-Deck-Dich

Spielt das Wetter mit, gibt es nichts Schöneres als draußen zu essen und mit Familie und Freunden zu grillen. Mit einer charmanten Tischdekoration wird das Essen zu einem unvergesslichen Festmahl.

An lauen Sommerabenden wird der Sitzplatz gern zur Wohnküche umgestaltet. Das Grillfleisch ist rasch besorgt, ein paar Salate angemacht und die Getränke kühlgestellt. Die sommerliche Stimmung unterstreicht passendes Geschirr mit Olivendekor. Frische mediterrane Vorspeisen und gewürzte Steaks schmecken davon gleich doppelt so gut.tischdeko

Tischsets in frischen, sommerlichen Farben schonen den Gartentisch und schützen vor unansehnlichen Flecken. Zugleich geben sie dem Freiluft-Essen ein wohnliches und gemütliches Ambiente. Kleine Tischleuchten erhellen bei untergehender Sonne den Abend und schützen mit Zitronen-Duftkerzen bestückt vor unangenehmen Mückenangriffen.

Bei einer gemütlichen Runde dürfen dekorative Weingläser nicht fehlen. Bunte Glasfarben und unterschiedliche Formen geben ein unkonventionelles Flair und sind zur Balkonzeit ausdrücklich erlaubt. Genießen Sie ein wohliges Ausklingen des Tages.

Eine große Auswahl an Geschirr, Gläsern und dekorativen Kerzen für attraktive Tischarrangements erwartet Sie in unseren Gartencentern! Schauen Sie gern rein und lassen sich von unseren Beispieldekorationen inspirieren.

Die große Zeit der Astern

Naturliebhaber eilen jetzt ins Gartencenter, denn Ende des Sommers ist Pflanzzeit für Astern, die es vorgezogen in Töpfen gibt. Jetzt kann man Farben und Wuchscharakter am besten beurteilen, und die schönsten Sorten sind schnell vergriffen.

Grundsätzlich unterscheidet der Gärtner zwischen den besonders prächtigen  einjährigen Sommerastern (Callistephus chinensis), die man jedes Jahr neu aussät und pflanzt und den ausdauernden Staudenastern (botanisch Aster). Diese müssen erst dann geteilt und an eine neue Stelle umgesetzt werden, wenn sie sich an ihrem sonnigen oder halbschattigen Platz übermäßig drängen und Krankheiten wie der Echte Mehltau immer häufiger auftreten.

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Foto - Stein Astern läuten den Spätsommer ein.

Mit den Alpenastern (Aster alpinus) beginnt ihr Blütenreigen schon ab Mai, um über Sommer blühend mit den populären Frikartsastern (Aster x frikarti), den gelben Goldastern (Aster linosyris) und den zierlichen halbhohen blauen Sternenastern (Aster sedifolius) den Anschluss an die große Zahl der Herbstastern zu finden. Deren wichtigste Gruppen sind die 25 – 40 cm niedrigen bodendeckend wachsenden Kissenastern (Aster dumosus), außerdem  mit horstigen, nicht wucherndem Wuchs die ca. 80 cm hohen Raublattastern (Aster novae-angliae, nicht empfindlich  gegen Mehltau), die ähnlichen, 70 – 100 cm hohen, aber Mehltau-anfälligen Glattblattastern (Aster novi-belgii) und die immer beliebteren, zierlichen Myrten- oder Erika-Astern (Aster ericoides) mit vielen feinen Blüten in Weiss, Rosa und Zartviolett. Für Herbststräuße aus dem Bauerngarten sind diese robusten Stauden  unentbehrlich, die unter Floristen ‘Septemberkraut´ heißen. Dann gibt es noch die sogenannten Winterastern (Dendranthema-Hybriden), die eigentlich Chrysanthemen sind und mit einem ganz anderen Farbspektrum in Gelb, leuchtendem Braunrot, Weiß und Violett aufwarten.

Einjährige Lückenfüller

Auf sonnigen oder halbschattigen Beeten stehen jetzt die Sommerastern (Callistephus chinensis) in voller Blüte. Ihr Wuchs ist bei neuen Sorten schon kurz über dem Boden verzweigt, so dass man sich an einem ganzen Bukett von farbenprächtigen Blüten erfreuen kann. Sommerastern passen gut in Bauerngärten und in die Vase, wo sie sich lange halten. Naturfreunde bevorzugen die einfachen, ungefüllten Chinaastern (z.B. ‘Madeleine’), denn anstelle von vielen Blütenblättern halten sie ein reiches Angebot an Nektar für die Insektenwelt bereit.

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Foto - Stein Einjährige Asternmischungen erfreuen im Garten.

Zum Bauerngarten passen die dicht gefüllten Prinzess-Astern (z.B. ‘Resistente riesen Prinzess Mischung, ca. 75 cm hoch, Sperli), auch die altmodischen Pompon-Astern mit vielen dichtgefüllen Blüten (z.B. ‘Nekita’, Mischung, Höhe 60 cm, Kiepenkerl). Eher  elegant präsentieren sich dagegen reichblühende Strahlen-Astern (z.B. ‘Harz-Mischung’, Höhe 60 – 70 cm). Sie sind etwas Besonderes mit ihren riesigen, spritzigen und elegant genadelten Blütenblättern.