Monatsarchive: September 2008

Herbstlich Willkommen!

Ideen für den Herbstbalkon

Der Höhepunkt der Sommerblüte ist auf dem Balkon langsam überschritten. In den Blumenkästen sind Lücken entstanden – höchste Zeit, um sie durch eine noch monatelang attraktive Herbstpflanzung zu ersetzen.

Unsere Gartencenter bieten hübsche herbstblühende Pflanzen an, die bis in den Winter hinein attraktiv bleiben. Zu dieser Pflanzengruppe gehören Chrysanthemen (Chrysanthemum-Indicum-Hybr.), Topf-Erika (Erica gracilis), Kissenastern (Aster dumosus), Fetthenne (Sedum spectabile) und Gräser. Hübsch ist auch das Silberblatt (Senecio bicolor) oder Besonderheiten wie die herbstblühenden Enziane.

Die prächtigen Chrysanthemen (oft Winterastern genannt) kommen aus China und Japan. Von ihnen kann man jetzt im Garten haltbare Sträuße pflücken. Topfchrysanthemen begegnen uns jetzt in riesigen Büschen, farbenfrohen Stämmchen oder üppigen Kaskaden. Sie überdauern jedoch selten den frostigen Winter. Wünschen Sie winterharte Chrysanthemen, achten Sie auf besonders gekennzeichnete Sorten oder pflanzen sie im Frühjahr die “Koreaner”-Sorten aus dem Staudensortiment. Sie vertragen einige Minusgrade und können dann im nächsten Herbst ihre farbenprächtige Schau abziehen.

Alpenveilchen sind nicht nur herrlich duftende Zimmerpflanzen, sondern zugleich auch dankbare Herbstblüher. Weil ihnen Regen, feuchte Nächte und kühle Temperaturen nichts ausmachen (sogar leichte Fröste überstehen sie locker), entdeckt man jetzt ihre tollen Qualitäten für die Schalen, Balkon- und Grabbepflanzung. Auch im Vorgarten, auf Terrassen und in verwelkten Gartenecken können duftende Garten-Alpenveilchen (z.B. die Sorte `Midori´) für ein frisches Outfit sorgen.

Alle diese Pflanzen vertragen die niedrigen Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit im Herbst, und sogar leichte Fröste. Lockern Sie bei der Pflanzung die Erde in den Kästen auf und fügen Sie etwas Dünger bei.

Gartengeräte

Das Werken im Garten lenkt ab vom Alltagstress, ist gesund und entspannt. Freude kommt auf, wenn man auf zweckmäßiges und stabiles Werkzeug zurückgreifen kann.

Die Handlichen

Selbst im kleinsten Garten kann man sich mit Geräten das Leben beträchtlich erleichtern. Doch mit Gießkanne, Besen, Spaten, Harke, Hacke und Kultivator zum Lockern des Bodens ist es meist nicht getan. Auch wenn es etwas länger dauert, fast alle Arbeiten im Garten kann man gut mit Handgeräten ausführen. Es lohnt sich jedoch, auf die Qualität zu achten. Als Schwachpunkt vieler Geräte erweisen sich die Stiele. Oft sind sie in zu kurze Tüllen geführt, nur mit wenigen Schrauben verbunden oder sie bestehen aus einem Holz, das der Belastung beim Arbeiten nicht gewachsen ist. Körperschonende Geräte mit geringem Gewicht gibt es bei Herstellern, die auf ergonomische Gesichtspunkte achten.

Foto: Eschert Design

Die Motorisierten

Den Rasen von Hand zu mähen, lohnt nur bei kleinen Flächen. Genießen Sie lieber die Stunden im eigenen Garten, denn zum bequemen Pflegen sind motorisierte Helfer da. Fast jedes Haus verfügt über einen Elektroanschluss zum Anschließen von Geräten. Reicht der per Kabel erreichbare Radius nicht aus, lohnt es, im Garten Außensteckdosen einzurichten. Stark im Trend liegen Geräte mit Akku, vom Rasenmäher bis zur Säge, vom Schrauber bis zum Bewässerungscomputer. Ein Akku macht unabhängig vom Kabel, bedeutet dafür mehr Gewicht und verlangt regelmäßiges Aufladen. Dauerhaft belastbar und kräftiger sind Rasenmäher oder Kettensägen, die mit Benzinmotoren laufen. Die früher häufigen Mühen beim Start sind durchweg Vergangenheit. Komfortable Anlasser machen das Starten so einfach wie beim PKW.

Die Besonderen

Echte Gartenfreaks machen sich das Leben bequem. Fernbedienung für Wasserfall und Gartenteich, Solartechnik und Bewässerungscomputer stehen hoch im Kurs. Zubehör darf originell, ungewöhnlich und extravagant sein. Wer Spaß am Garten hat, schult seinen Blick für Formen, die sich in Jahrhunderten bewährten, für solide Qualität und gutes Material. Handwerkzeuge mögen nützliche Zwecke verfolgen, doch originell arrangiert, entpuppen sie sich als schmückende Hingucker, die den Garten aufwerten. Was man am Körper trägt, muss man nicht lange suchen. Gürtel, Schürzen, Taschen können deshalb besonders wertvoll und praktisch sein.

Gehen Sie mal auf Schnäppchenjagd. Unsere Gartencenter bieten eine Fülle von Anregungen. Besonders viel Spaß macht das Stöbern auf Ausstellungen.

Neue Trends bei Tulpen

Immer noch präsentieren sich die Herbstbeete in voller Blüte, doch nach der ersten Frostnacht kann die ganze Pracht schon morgen zu Ende sein. Dann gibt es Platz für die bunten Frühjahrsblüher wie Anemonen, Krokusse, Hyazinthen, Narzissen und vor allem für die majestätischen Tulpen. Pflanzen Sie jetzt für ein grandioses Frühjahr und lassen Sie sich von den neuesten Tulpen-Trends inspirieren.

Als in Holland der “Tulpenwahn” seltsame Auswüchse trieb, waren es gestreifte und gefleckte BlütenTulpen von Kiepenkerl

(die Folgen einer ungefährlichen Viruskrankheit) oder bizarr verformte Blüten wie bei den Papageientulpen, die alle Herzen höher schlagen liessen. Heute haben sich die Interessen verlagert. Besonderheiten sind eher die zarten Crispa-Tulpen mit feinsten, zarten Spitzen (Sorten: ‘Fancy Frills’, rosa, ‘Laverock’, gelb, ‘Burgundy Lace’, weinrot und ‘Blue Heron’, violett mit hellem Rand) oder elegante Kombinationen mit weiß gestreiften Blättern.

Im aktuellen Farbentrend liegt die zartrosa Sorte ‘New Design’, die durch ihre dunkelrosa Ränder einen traumhaft schönen Ton-in-Ton-Effekt ergibt. Buntblättrig sind auch ‘Esperanto’ (rosarot mit grün), und ‘Praestans Unicum’(rot).

Braun gestreift und daher auch nach der Blüte noch dekorativ sind die Fruchtstände der Botanischen Tulpen ‘Bright Gem’ (gelborange), ‘Saxatilis’ (lila mit gelbem Herz) und ‘Tangerine Beauty’ (orange).

Gleich zwei Vorteile vereinen die Tigerblatt-Tulpen in sich: exotisch braungrün gefleckte Blätter (sind schon vor der Blüte attraktiv) und angenehmen Duft. ‘Gigant Parrot’(rot) und die halbgefüllte ‘Prinzessin Charmante’ (signalrot) sind Beispiele dafür. Ganz ungewöhnlich und daher für Biedermeiersträusse besonders beliebt sind die rosa Sorten ‘Angelique’ und ‘Upstar’. Beide sind pfingstrosenartig dicht gefüllt mit kugeligen Knospen und lange haltbar.

Ein ganzes Tulpenbouquet aus einer einzigen Zwiebel

Eine Laune der Natur macht es möglich: manche Sorten bilden mehrere Blüten an einem Stiel. Diese Eigenschaft einiger Wildtulpen (Tulipa fosteriana, Tulpa turkestanica) wurde erst kürzlich in hochentwickelte Kultursorten eingekreuzt und ist seitdem ein großer Erfolg. Für Beete, in Gefässen und in der Vase ist dies ein enormer Vorteil, denn die Tulpen machen für das gleiche Geld viel mehr her. Schon mit 10-15 Zwiebeln ist ein größerer Kübel üppig bepflanzt.

Eine Zwiebel, aber bis zu 4 Blüten, damit können nicht nur die bekannte zeitige Wildtulpe ‘Praestans Füsilier’ (feuerrot) aufwarten, sondern zum Beispiel auch die mittelspäte ‘Toronto’ (lachsorange), ‘Compostella’ (karminrot mit gelbem Rand) und weitere Züchtungen.

Fotos: Kiepenkerl

Tipp: Mit Leimringen Obstbäume schützen

Mit klebrigen Leimringen können Sie den Vermehrungszyklus des Kleinen und Großen Frostspanners unterbrechen und damit dem Fraß ihrer zahlreichen Raupen im Frühjahr vorbeugen.

Die flugunfähigen Weibchen klettern ab Ende September die Stämme von Apfelbäumen empor, um sich in der Baumkrone von zufliegenden Männchen befruchten zu lassen.

Werden sie abgefangen, gibt es weder Eiablage noch Raupen und auch keine Schäden an Blüten, Blättern und Maden in Früchten. Fanggürtel gibt es im Handel (z.B. von Neudorff). Achten Sie darauf, dass der Leimring keine Schlupflöcher bietet. Diese Gefahr wird vermieden, wenn Sie die Stämme direkt mit Leim (z.B. von Schacht) bestreichen.

Duftende Gartenalpenveilchen

Alpenveilchen erleben seit einigen Jahren einen regelrechten Boom . Früher waren sie als herrlich duftende Zimmerpflanzen bekannt. Doch dank neuer Züchtungen sind sie zugleich auch sehr dankbare Herbstblüher. In zarten Rosa-Tönen, Violett, Rot oder Weiß bringen Sie attraktive Farbe in den herbstlichen Garten.

Regen, feuchte Nächte und kühle Temperaturen machen ihnen nichts aus und sogar leichte Fröste überstehen sie locker. Daher entdeckt man zusehends ihre tollen Qualitäten für die herbstliche Schalen-, Balkon- oder Grabbepflanzung . Aber auch im Vorgarten, auf Terrassen und in Gartenecken können Alpenveilchen für ein frisches Outfit sorgen.

Von August bis Weihnachten schieben sie unermüdlich neue Knospen aus ihrem dichten, dekorativ gezeichneten Blätterdach hervor. Sie öffnen sich zu zierlichen, grazilen und lange haltbaren Blüten, die einen intensiven süßlichen Duft versprühen. In der Nähe von Sitzplätzen kann man ihn besonders gut genießen.

Duftende Gartenalpenveilchen von Kiepenkerl

Von den etwa 15 cm hohen Gartenalpenveilchen gibt es unterschiedliche Sorten. Bereits ab Anfang Juli schmückt sich die robuste Sorte `Miracle’ mit rosa, roten oder weißen Blüten und hübschen, dunkelgrünen Blättern. Ab August folgt die ähnlich reichblütige Sorte ‘Midori’. ‘Silverado’ hat eine attraktive silbergerandete Blatt­zeichnung. Ein besonderer Hit sind die `Duftenden Gartenalpenveilchen´ aus dem Profi-Line Pflanzen-Sortiment von Kiepenkerl.

Pflanztipp: In Kombination von Herbstblühern wie Eriken, Fetthenne und immergrünen Blattschmuckpflanzen kommen sie besonders gut zur Geltung. Doch auch im Freilandbeet fühlen sie sich sehr wohl und liefern wochenlang Schnittblumen für herbstliche Sträuße oder Gestecke.