Kakteen und Sukkulenten (Dickblattgewächse) wachsen langsam, und nur wenige blühen spektakulär. Doch mit ihrer skurrilen Gestalt und bisweilen mystisch getönter Blattfärbung passen die Überlebenskünstler bestens zum modernen Wohn-Design.
Im aufnahmefähigen (sukkulenten) Gewebe von Blättern, Stielen oder Stämmen können die in Wüsten, Steppen oder auf Bäumen
wachsenden Dickblattgewächse Wasser speichern. Es macht ihnen deshalb wenig aus, wenn man im Zimmer das Gießen mal vergisst. Zur Gruppe der Sukkulenten gehören auch Kakteen, die sich durch dicke, meist blattlose Körper und Dornen unterscheiden. Im Sommer vertragen Dickblattgewächse viel Sonne und Hitze. Einige brauchen nach dem Wachstum ab Spätherbst bis März eine kühle und trockene Ruheperiode, sonst blühen sie nicht. Für alle Sukkulenten können Sie Kakteenerde und Kakteendünger verwenden.
Modepflanze aus Südafrika
Noch vor wenigen Jahren kannten nur Botaniker die Kalanchoe thyrsiflora aus dem südafrikanischen Transvaal als pflegeleichte Rarität. Sie gefällt durch große fleischige, gewellte Blätter. In den Herbst- und Wintermonaten schmücken sie sich mit einem attraktiven Hauch von Rosatönen. Im Winter nur alle 2-3 Wochen gießen, im Sommer mäßig gießen und wenig düngen.
Glocken-Brutblatt
Bryophyllum manginii ist ein üppig blühendes Dickblattgewächs und eng verwandt mit dem bekannten “Flammenden Käthchen”. Beide stammen von der tropischen Insel Madagaskar, lieben Wärme und einen sonnigen bis halbschattigen Standort am Fenster oder im Wintergarten. Die dunkelrosa Glockenblüten erscheinen zahlreich von Februar bis März. Nicht in Untersetzer gießen, nur mäßig feucht halten, von März bis September alle 2 Wochen düngen.
Ruten- und Korallenkakteen
Rhipsalis cassutha und verwandte Arten lassen ihre stabförmigen Triebe im heimatlichen Mittelamerika von Bäumen herabhängen. Ihre weissen Blüten und perlförmigen Früchte wirken eher unscheinbar. Wenn Sie sich mehr Farbe wünschen, sollten Sie es mit den nahe verwandten Weihnachts- und Osterkakteen versuchen. Leuchtende Farben und viele Blüten sind ein Kennzeichen für diese beliebten Pflanzen.
Lebende Steine auf der Fensterbank
Das ganze Jahr über sehen die pflegeleichten Überlebenskünstler aus wie braune Kiesel. Doch im Frühjahr öffnen sich die charakteristischen Spalten der Gattung Lithops, zu die Lebenden Steine aus Namibia und Südafrika gehören und präsentieren herrliche, meist gelb gefärbte Strahlenblüten mit seidigem Glanz. Lebende Steine sind ideal für vergessliche Gärtner, denn die Winzlinge kommen fast das ganze Jahr über mit sehr wenig Wasser aus und können dennoch längere Trockenperioden überdauern. Im Winter dürfen sie nicht zu warm stehen und bis März schon gar nicht gegossen werden. Eine Fensterbank in einem hellen kühlen Zimmer ist ideal bei 10-15 Grad. Im Sommer kann es ihnen gar nicht heiss genug sein und auch eine Winzigkeit von Kakteendünger ist mit dem wöchentlichen Gießen erlaubt.