Monatsarchive: Juli 2008

Grosser SSV!

Tipp: Gartenpflege im Sommer

Gemüse, Blumenrabatten, Rasen und Balkonpflanzen brauchen im Sommer besonders viel Wasser, aber auch das Düngen darf nicht vergessen werden.


Bei Sommerhitze brauchen Pflanzen in Schalen und Kübeln, im Balkonkasten und auf der Terrasse zweimal am Tag Wasser. AmEdel-Geranien besten gleich morgens und abends noch einmal. Ein Balkonkasten von 1 Meter Länge kann täglich zwischen 3 und 6 Litern Wasser verdunsten. Kästen mit eingebautem Wasservorrat oder Bewässerungsanlagen machen sich schnell bezahlt.

Alle verwelkten und abgeblühten Pflanzenteile sollten regelmäßig entfernt werden. Die Blumen sind dann nicht nur hübschen anzusehen, es werden auch gleichzeitig Brutstätten für Schädlinge und Krankheiten entfernt. Regelmäßige Kontrollen und sofortige Gegenmaßnahmen sind notwendig, um größeren Schäden vorzubeugen.

Durch das beschränkte Erdvolumen in den Gefäßen wird der Düngervorrat von den üppig wachsenden Balkon- und Kübelpflanzen schnell aufgebraucht. Ab Mitte bis Ende des Monats ist auch bei Langzeitdünger eine weitere Gabe erforderlich. Hierfür kann man entweder Flüssigdünger auf organischer oder mineralischer Basis zusammen mit dem Gießwasser verwenden oder erneut einen Langzeitdünger beimischen.

Moderne Akzente mit Kakteen und Sukkulenten

Kakteen und Sukkulenten (Dickblattgewächse) wachsen langsam, und nur wenige blühen spektakulär. Doch mit ihrer skurrilen Gestalt und bisweilen mystisch getönter Blattfärbung passen die Überlebenskünstler bestens zum modernen Wohn-Design.

Im aufnahmefähigen (sukkulenten) Gewebe von Blättern, Stielen oder Stämmen können die in Wüsten, Steppen oder auf Bäumensaga_vkfbanner_kakteen_080402.jpg wachsenden Dickblattgewächse Wasser speichern. Es macht ihnen deshalb wenig aus, wenn man im Zimmer das Gießen mal vergisst. Zur Gruppe der Sukkulenten gehören auch Kakteen, die sich durch dicke, meist blattlose Körper und Dornen unterscheiden. Im Sommer vertragen Dickblattgewächse viel Sonne und Hitze. Einige brauchen nach dem Wachstum ab Spätherbst bis März eine kühle und trockene Ruheperiode, sonst blühen sie nicht. Für alle Sukkulenten können Sie Kakteenerde und Kakteendünger verwenden.

Modepflanze aus Südafrika

Noch vor wenigen Jahren kannten nur Botaniker die Kalanchoe thyrsiflora aus dem südafrikanischen Transvaal als pflegeleichte Rarität. Sie gefällt durch große fleischige, gewellte Blätter. In den Herbst- und Wintermonaten schmücken sie sich mit einem attraktiven Hauch von Rosatönen. Im Winter nur alle 2-3 Wochen gießen, im Sommer mäßig gießen und wenig düngen.

Glocken-Brutblatt

Bryophyllum manginii ist ein üppig blühendes Dickblattgewächs und eng verwandt mit dem bekannten “Flammenden Käthchen”. Beide stammen von der tropischen Insel Madagaskar, lieben Wärme und einen sonnigen bis halbschattigen Standort am Fenster oder im Wintergarten. Die dunkelrosa Glockenblüten erscheinen zahlreich von Februar bis März. Nicht in Untersetzer gießen, nur mäßig feucht halten, von März bis September alle 2 Wochen düngen.

Ruten- und Korallenkakteen

Rhipsalis cassutha und verwandte Arten lassen ihre stabförmigen Triebe im heimatlichen Mittelamerika von Bäumen herabhängen. Ihre weissen Blüten und perlförmigen Früchte wirken eher unscheinbar. Wenn Sie sich mehr Farbe wünschen, sollten Sie es mit den nahe verwandten Weihnachts- und Osterkakteen versuchen. Leuchtende Farben und viele Blüten sind ein Kennzeichen für diese beliebten Pflanzen.

Lebende Steine auf der Fensterbank

Lebende SteineDas ganze Jahr über sehen die pflegeleichten Überlebenskünstler aus wie braune Kiesel. Doch im Frühjahr öffnen sich die charakteristischen Spalten der Gattung Lithops, zu die Lebenden Steine aus Namibia und Südafrika gehören und präsentieren herrliche, meist gelb gefärbte Strahlenblüten mit seidigem Glanz. Lebende Steine sind ideal für vergessliche Gärtner, denn die Winzlinge kommen fast das ganze Jahr über mit sehr wenig Wasser aus und können dennoch längere Trockenperioden überdauern. Im Winter dürfen sie nicht zu warm stehen und bis März schon gar nicht gegossen werden. Eine Fensterbank in einem hellen kühlen Zimmer ist ideal bei 10-15 Grad. Im Sommer kann es ihnen gar nicht heiss genug sein und auch eine Winzigkeit von Kakteendünger ist mit dem wöchentlichen Gießen erlaubt.

La dolce Vita – mediterrane Spezialitäten

Sonne, Süden, Mittelmeer – warum mit viel Stress in die Ferne schweifen, wenn sich die Ferienstimmung genauso gut zu Hause bietet? Sonnig und warm kann es auch in unseren Breiten sein. Mit duftenden Zitronen und saftigen Orangen, Palmen und entsprechendem Dekor aus dem Gartencenter wird jede Terrasse und jeder Balkon zum südländisch anmutenden Paradies unter Palmen.

Bougainvillea

Was wäre der Süden ohne die repräsentativen Palmen? Ihr unwiderstehliches Flair gibt auch Balkonien die gewünschte Note. Die Sonnenanbeter gedeihen gut als Kübelpflanzen, allerdings sollte das Gefäß groß genug sein und standfest, damit nicht schon der erste Wind für Schaden sorgt. Terrakotta mit seinem mediterranen Charme ist wie geschaffen dafür, auch viereckige Holzkübel sehen stilvoll aus. Rio lässt grüßen! Etwas Schöneres als das Blütenmeer der Bougainvillea gibt es wohl nicht. Zartviolett, orange und gelb sind ihre tropischen Farben. Geben Sie ihr ein dekoratives Rankgerüst dann kann sie auf einer sonnigen Terrasse oder im Wintergarten bis 2 Meter hoch werden.
OlivenbaumFeigen gibt es mit grünen oder violett-blauen Früchten. Einige Sorten der dekorativen Pflanzen gedeihen in milden Klimaten sogar im Freien und vertragen leichten Frost. Hohe Erträge rund ums ganze Jahr bringen sie ausgepflanzt im Wintergarten.
Weinreben bringen dank neuer resistenter Sorten selbst im kühlen Norden hohe Erträge und Massen von herrlich süßen Tafeltrauben. Man kann sie auspflanzen oder auf der Terrasse in dekorativen Gefäßen kultivieren. Und denken Sie an das knorrige Holz! Ältere Exemplare lohnen schon wegen des malerischen Anblicks.
Oliven (Ölbäume) sind ein Inbegriff des Südens und seit tausenden von Jahren in Kultur. Die Bäumchen mit den silbriggrünen Blättern sind anspruchslos und gedeihen leicht in Kübeln. Damit sich Früchte bilden, werden zwei Pflanzen zum gegenseitigen Bestäuben gebraucht.

Rosenzauber

Rosen sind die klassischen Symbole für die Liebe und die Romantik. Kein Wunder also, dass sie von jeher beliebt sind und gern in allen Formen und Farben zur stimmungsvollen Dekorierung von Haus und Garten genutzt werden. Wir geben Ihnen ein paar Beispiele, wie Sie für rosige Zeiten sorgen können.


Ein Hoch auf die edlen RosenRosenkübel

Rosenduft, Rosenöl, romantische Rosenlauben – die Blume, die man die “königliche” nennt, wird seit Tausenden von Jahren von der Menschheit verehrt. Im Namen der Rose wurden sogar Kriege geführt: 1459-85 zwischen den Fürstenhäusern York (weiße Rose) und Lancaster (rote Rose) um den englischen Thron. Zwar gibt es Wildrosen rund um den Erdball, doch richtig heimisch ist sie in Fernost – daher “Rosa sinensis”. An sonniger, luftiger Stelle kommt die Königin der Blüten gebührend zur Geltung.

rosenkissen.jpgRosig gebettet

Gemütliche Stunden können Sie mit rosig verzierten Decken oder Kissen verleben. Die kunstvoll mit Rosenbouquets bedruckten Muster machen aus Möbeln im Garten oder in der Wohnung einladende Kuschelecken und sorgen für eine romantische Atmosphäre. Genau das Richtige zum Träumen in der rosenumrankten Gartenlaube.

Rosenduft liegt in der LuftDuftkerze Rosen

Hüllen Sie Ihr Zuhause mit Rosenkerzen und romantischen Potpourris aus haltbar gemachten Rosenblättern in wahre Duftwolken des intensiv-süßen Rosenduftes. Auf Tischen, im Bad oder im Hauseingang verbreiten sie ihr zartes Aroma. Zu einem üppigen Strauß von Rosen aus dem Garten bieten sie eine gute Ergänzung.

Naschgärten auf Balkon und Terrasse

Aromafrische Kräuter, delikate Feingemüse und köstliches Obst in Töpfen und Kästen – dank neuer Sorten werden Träume von paradiesischen Minigärten auf winzigen Balkonarealen wahr, in denen die Früchte erntefrisch zum Naschen einladen. Was darfs denn sein? Tomaten, Zucchini, Auberginen, Gurken oder würzige Kräuter?Kräuter im Topf
Das alles gibt es auch für Kästen und Kübel mit Topfballen in Containern – man braucht sich nur im Gartencenter umzusehen. Ein kleiner Garten Eden hoch oben – dafür bieten manch ungenutzte Terrasse oder Balkone ideale Gelegenheiten. Petunien, Oleander und Geranien nach Belieben, dazu wachsen Obst und Früchte fast in den Mund.

Sind die Gefässe gross genug, lohnt sich eine Dauerbepflanzung mit winterharten Stauden und robusten Gehölzen wie Felsenmispel (Cotoneaster), Zwergbambus, Efeu und Ziergräsern. Dazwischen ist Platz für einen kleinen Obstgarten in Töpfen mit Himbeeren, Blaubeeren (z.B. mit der niedrigen Sorte ‘Top Hat’), mit immer tragenden, hängenden Erdbeeren (Sorten ‘Elan’, ‘Rosana’), mit kleinfrüchtigen Monatserdbeeren, Andenbeeren, Süss- und Sauerkirschen oder Stämmchen von Johannis-und Stachelbeeren.

Leckeres Gemüse mit Blumen und Kräutern kombiniert

Kulinarischer Herbst von KiepenkerlJahreszeitliche Höhepunkte bringen Geranien, Fuchsien, Studentenblumen oder Kapmargeriten. Sobald sie unansehnlich geworden sind, werden die kurzlebigen Pflanzen ausgetauscht und im Herbst ersetzt durch Chrysanthemen, Zierkohl oder Eriken.
Wer will, kann schöne und duftende Kräuter dazu pflanzen: Grünes oder rotes Basilikum, filigranes Currykraut (Helichrysum italicum ‘Aladin’), Ziersalbei in silbergrauen, grünweissen oder grauvioletten Sorten, goldgelbe Zitronenmelisse (Melissa officinalis ‘Relax’) und die gelbgrüne Oreganosorte ‘Goldtaler’.
Brunnenkresse, Gartenkresse, Schnittsalat, Löffelkraut, Winterportulak, Feldsalat, Salatrauke und dekorativer Mangold gedeihen selbst in absonniger nördlicher Lage. Genügend indirektes Licht sollte allerdings zur Verfügung stehen. Zucchini, Oregano und Rosmarin brauchen dagegen volle Sonne. Für jede Garten- und Balkonsituation findet sich die geeignete Pflanzenauswahl.