Monatsarchive: Januar 2008

Jetzt aber Frühling!

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Pflanzen für´s Bad

Nüchtern und kahl soll das Bad nicht sein. Im Gegenteil – ein grüner Dschungel (in Maßen) schafft Wohlgefühl und regt an zum Träumen. Zwar denkt man selten an Pflanzen, wenn es ans Gestalten von Badezimmern geht. Doch mollige und luftfeuchte Bedingungen sind genau das, was viele Pflanzen dringend brauchen, stammen doch viele von ihnen aus dem tropischen Regenwald.

Da macht auch das Halbdunkel wenig aus, das häufig in Badezimmern herrscht, denn unter dem heimatlichen Blätterwald bleibt fürRhipsalis cassulata - Foto BBH Bodenbedecker wie Farne, Einblatt (Spathiphyllum), Selaginella-Moos, Baumfreund (Philodendron), Dreimasterblumen (Tradescantia), Maranten oder Rhipsalis wenig Licht übrig.
Ein Badezimmerheld ist auch die Drachenwurz (Dracaena marginata). Das anfangs so bescheidene Pflänzchen erklimmt in seiner Heimat an Baumstämmen angelehnt als dünnstämmige Liane beachtliche Höhen. Pflegeleicht sind Ananasgewächse (Bromelien).

Phalaenopsis-BlütenHaben Sie Platz auf der Fensterbank, dann ergeben sich gute Möglichkeiten für die weißen, rosa, gelben oder purpurroten Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis) und die blaublühenden Vanda-Orchideen, die mit ihren zahlreichen Luftwurzeln auf hohe Luftfeuchte angewiesen sind. Deshalb kultiviert man sie am besten in einer Vase aus Glas. Beide Orchideen sind ursprünglich in den feuchtwarmen Urwäldern Indonesiens oder der Philippinen zuhause.

Ein besonderer Tipp für die Badezimmerfensterbank ist der mit Maiglöckchen eng verwandte Lilienschweif (Liriope muscari), eine schöne blaublühende Staude aus China. Die Herbstblüher bedecken im Garten mit grasartigen Horsten den Boden. Man kann sie aber auch als schöne, wochenlang blühende Topfpflanzen mit hohem Luftfeuchtebedarf halten.

Aloe Vera – Wunderpflanze vom Fensterbrett

Ihre Wirkstoffe helfen der Haut, Verletzungen heilen schneller ab und wegen ihrer vielfältigen Wirkung ließ sich sogar Christoph Columbus auf seinen Schiffsreisen stets von mehreren Aloe vera, dem “Arzt im Blumentopf”, begleiten. Was ist dran an diesem Mittel zur Körper- und Schönheitspflege, das viele Völker als traditionelle Heil- und Wunderpflanze schätzen?

Die unscheinbare Wüstenpflanze aus Nordafrika ist mit mehreren Species rund um den Erdball in tropischen Ländern verbreitet. InAloe Vera Apotheken und Drogerien finden wir heute viele Angebote mit Aloe vera als wichtigsten Inhaltsstoff in Kosmetika und Heilmitteln.

Das sukkulente Liliengewächs mit seinen krakenähnlich verdickten und sanft bestachelten Blättern erinnert an einen Kaktus. Im Blumentopf gedeiht Aloe vera ohne Probleme. Sie braucht einen hellen Standort am Fensterbrett oder im Wintergarten bei Temperaturen von 5 bis 25 Grad, muss nur gelegentlich gegossen, gedüngt und alle 2 Jahre in Kakteenerde umgetopft werden.

Foto: BBH

Wer will, kann die stabile Blattrinde entfernen, das kühlende, weiche, weißliche Gel heraus schälen und auf die Haut auftragen. Die Wirkung ist umfassend: die natürliche Zellerneuerung wird aktiviert, die Haut bleibt feucht, jung, straff und geschmeidig. Das Gel schützt vor Sonnenbrand, Akne, Reizungen der Haut, Unreinheiten und Rötungen. Gegen Wunden, juckende, offene Haut und Neurodermitis werden frische Aloe-Vera-Blätter aufgelegt. Als stets griffbereites Hausmittel haben sich die anspruchslosen Pflanzen bewährt.

Gesunde Keimsprossen von der Fensterbank

Keimsprossen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, denn das schnelle Frischgemüse schmeckt gut und hält müde Bürger fit durch eine volle Ladung Vitamine. Vor allem im Winter, wenn nur noch wenig Frischgemüse zur Verfügung steht, kann man sich mit Keimsprossen von der Fernsterbank preisgünstig und vor allem vitamin- und ballaststoffreich ernähren.

Eine Vielzahl von Samen, Kernen und Körnern lassen sich auf einfachste Weise durch Vorquellen im Zimmer heranziehen – weitabKeimsprossen auf der Fensterbank von jeder Umweltbelastung durch Schadstoffe, in reinem Wasser. Weizenkeime schmecken durch hohen Gehalt an Traubenzucker süß, Kichererbsen haselnußartig, Mungobohnen (“Grüne Soja”), Lunja, Azukis und Alfalfa wie frische Erbsen. Bockshornklee ist ein Bestandteil des Curries, Rettichsprossen sind scharf, Grünkraut aus Salatrauke schmeckt nussartig und Kresse würzig-pikant. Sehr empfehlenswert sind auch Mischungen, die man selbst komponieren kann oder die es fertig als Samenportion zu kaufen gibt.

So wird gekeimt:

Sprossenbox von KiepenkerlDas Keimgefäß ist häufig etagenförmig aufgebaut, wobei frisches Wasser von oben nach unten rinnt (z.B. Bio-Starter, Sprossen-Box). 1-2 mal täglich wird der darauf gleichmässig verteilte Samen mit frischem Wasser angefeuchtet, bis die Keimlinge nach 2, 3 oder 6 Tagen das Verzehrsstadium erreicht haben. Ein leichter Wasserfilm genügt zum Keimen und Wachsen, bei zuviel Wasser setzt Fäulnis ein. Gebleichte, unter Lichtabschluss gewachsene Keimlinge sehen für viele attraktiver und zarter aus. Hierfür muss das Keimgefäß in einem Schrank oder unter einem Deckel abgedunkelt stehen. Mit Licht, auf der Fensterbank gekeimt, enthalten die Sprossen jedoch viel mehr Vitamin C.

Für die laufende Kultur von würziger Kresse, Brokkoli und Salatrauke auf der Fensterbank gibt es preisgünstige “Bio-Starter-Sets”. Nach Art der Hydrokultur gedeihen die Samen auf einem feinen Sieb verteilt, in einer wassergefüllten Schale, sauber, hygienisch und sehr einfach in der Anwendung. Kunststoffschalen und Siebe können immer wieder verwendet werden.

Tipp: Mehr Erfolg mit Orchideen

Orchideen gehören mittlerweile zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Kein Wunder, schmücken sie sich doch über Wochen mit wunderschönen, eleganten Blüten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Exoten erfolgreich pflegen. Freuen Sie sich auf üppige Blüten jedes Jahr.

Die meisten Orchideen sind sehr genügsam und klammern sich in Ihrer Heimat mit Luftwurzeln an Bäumen fest. Sie leben vom Tau, vonPhalaenopsis-Orchidee Regen und staubförmigen Verunreinigungen der Luft. Deshalb brauchen sie ein besonders luftiges, nährstoffarmes Substrat (keine Erde!) und vertragen keine ständige Nässe.
Es reicht, wenn man die Töpfe einmal pro Woche in einer Wasserschüssel taucht und dann wieder abtropfen lässt. Kein Wasser in Untersätzen stehen lassen und nur in der Wachstumszeit von April bis Oktober alle 3-4 Wochen mit Orchideendünger oder mit halber Nährstoffkonzentration eines organischen Flüssigkeitsdüngers düngen!
Plastiktöpfe sagen Orchideen mehr zu als die lange feucht bleibenden Tontöpfe.
Geben Sie den Pflanzen einen hellen, aber nicht voll sonnigen Platz. In praller Sonne können die Blätter leicht verbrennen.
Nach der Blüte brauchen sie eine Ruhepause, in der kaum gegossen wird (bei den meisten Arten Januar-März). Dann ist auch die beste Zeit zum Teilen und Umtopfen.

Zimmerpflanzen richtig gießen

Fast alle Zimmerpflanzen werden zu viel gegossen, nur wenige vertrocknen. Allerdings ist es nicht leicht, das richtige Mittelmaß zu finden. Wir geben Ihnen Tipps, wie sie Ihre Pflanzen optimal gießen.

Haben die gesunden weißen Wurzeln durch zuviel Wasser erst einmal gelitten, werden sie braun. Auch die äußeren Anzeichen ähneln sich:Zimmerpflanzen gießen Blätter und Blüten werden braun, hängen herab oder fallen ab. Dann hilft nur schleuniges Umtopfen, Entfernen der zerstörten Wurzeln, neue Erde und künftig mäßiges, aber regelmäßiges Gießen ohne Extreme.

- Damit es nicht so weit kommt, können Sie zunächst die Pflanzen kurz anheben. Schnell entwickeln Sie so ein Gefühl, ob die Pflanzen Wasser brauchen oder nicht. Prüfen Sie mit den Fingerspitzen, ob sich die Erde trocken anfühlt. Sie sollte, vor allem bei Orchideen, kurz antrocknen, bevor die lufthungrigen Wurzeln neues Wasser bekommen. Stehen die Pflanzen in Untersetzern, lässt sich leicht kontrollieren, ob die Erde gesättigt ist. Überschüssige Feuchte muss unbedingt nach kurzer Zeit entfernt werden.

- Kaufen Sie Übertöpfe mit Wasserabzug, denn haben sie keinen, sind die Pflanzen darin schnell übernässt. Dem können Sie vorbeugen, in dem Sie auf den Topfboden zunächst einige drainierende Blähtonkugeln, Seramis-Granulat oder etwas Holzhäcksel geben. Diese Materialien gleichen vieles aus und verhindern, dass die Pflanze ständig im Wasser steht. Kontrollieren Sie auch regelmäßig, ob der Wasserabzug frei und nicht verstopft ist. Dem beugt man vor durch Tonscherben, die vor dem Bepflanzen über das Abzugsloch gelegt werden. Auch ein Pflanzenroller lässt überschüssiges Wasser ablaufen. Er ist im Zimmer besonders günstig bei Kübelpflanzen, die keine Fusskälte vertragen (z.B. Ficus bejamina) und im Freien bei den gegen Nässe sehr empfindlichen Zitrusgewächsen.

- Gut eignet sich das Tauchen der Ballen in einem Eimer, jeweils einmal pro Woche. Besonders Orchideen, Bromelien oder auch Kübelpflanzen bekommt das Antrocknen zwischendurch recht gut.

- Das Bewässern lässt sich so automatisieren, dass sich die Pflanze anfordert, was sie braucht, nicht mehr und nicht weniger. Die berühmte Schüssel mit Wasser, aus der via Wollfaden alle Zimmerpflanzen das wohldosierte Nass saugen, ist längst schon perfektioniert. Urlaubsbewässerungen gibt es computergesteuert oder über einen Feuchtefühler von mehreren Firmen (z.B. Gardena, Blumat).

Hydrokultur mit Seramis- Wer nicht gerne gießt, kann viele Pflanzen ohne Erde in Hydrokultur kultivieren. Dafür sind besondere Gefäße, eine spezielle Nährlösung und Pflanzen nötig, deren Wurzeln an diese arbeitsparende Methode gewöhnt sind. Sie eignet sich besonders für Büros, aber auch für den Privathaushalt. Die Pflanzen kommen damit monatelang ohne jede Pflege aus.

In unseren Gartencentern finden Sie viel nützliches Zubehör für die Pflege von Zimmerpflanzen. Lassen Sie sich gern von unseren Mitarbeitern beraten.