Nüchtern und kahl soll das Bad nicht sein. Im Gegenteil – ein grüner Dschungel (in Maßen) schafft Wohlgefühl und regt an zum Träumen. Zwar denkt man selten an Pflanzen, wenn es ans Gestalten von Badezimmern geht. Doch mollige und luftfeuchte Bedingungen sind genau das, was viele Pflanzen dringend brauchen, stammen doch viele von ihnen aus dem tropischen Regenwald.
Da macht auch das Halbdunkel wenig aus, das häufig in Badezimmern herrscht, denn unter dem heimatlichen Blätterwald bleibt für
Bodenbedecker wie Farne, Einblatt (Spathiphyllum), Selaginella-Moos, Baumfreund (Philodendron), Dreimasterblumen (Tradescantia), Maranten oder Rhipsalis wenig Licht übrig.
Ein Badezimmerheld ist auch die Drachenwurz (Dracaena marginata). Das anfangs so bescheidene Pflänzchen erklimmt in seiner Heimat an Baumstämmen angelehnt als dünnstämmige Liane beachtliche Höhen. Pflegeleicht sind Ananasgewächse (Bromelien).
Haben Sie Platz auf der Fensterbank, dann ergeben sich gute Möglichkeiten für die weißen, rosa, gelben oder purpurroten Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis) und die blaublühenden Vanda-Orchideen, die mit ihren zahlreichen Luftwurzeln auf hohe Luftfeuchte angewiesen sind. Deshalb kultiviert man sie am besten in einer Vase aus Glas. Beide Orchideen sind ursprünglich in den feuchtwarmen Urwäldern Indonesiens oder der Philippinen zuhause.
Ein besonderer Tipp für die Badezimmerfensterbank ist der mit Maiglöckchen eng verwandte Lilienschweif (Liriope muscari), eine schöne blaublühende Staude aus China. Die Herbstblüher bedecken im Garten mit grasartigen Horsten den Boden. Man kann sie aber auch als schöne, wochenlang blühende Topfpflanzen mit hohem Luftfeuchtebedarf halten.







